Lesen bildet, schreiben auch…

Schnecke für Mama

Geschenk unseres Erstgeborenen, das ich sicher bei meiner Wäsche verwahre.
So lacht sie mich jeden Morgen fröhlich an, sobald ich die Schublade aufziehe.

„Freundebücher“ für Kindergartenkinder läuft bei mir unter ABM für Mütter. Denn wer füllt die Dinger letztendlich aus? Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Nach geschätzten vier Wochen des Ignorierens im Flur wollte ich mir das mahnende Buch vom Hals schaffen. Nach dem robotergleichen Ausfüllen der üblichen Rubriken, die das Kind steckbriefartig beschreiben, kamen wir zum Mitmachteil: ich frage, das Kind antwortet. „Was magst Du nicht?“ Ich richtete die Frage an unsere Jüngste. Fragender Blick zurück vom Nachbarplatz. „Also was kannst du nicht leiden, was gefällt dir nicht?“ hob ich zu einer Erklärung an. „Saunier“ kam es zurück. Fragender Blick nun in die andere Richtung. „Saunier“ ertönte es nun mit Nachdruck. Der Groschen fiel. Dinosaurier trug ich auf der vorgesehenen Linie ein.

„Was möchtest du später werden?“ Diese Buchautoren schreiben alle voneinander ab, ich bin mir sicher. Trotzdem ist die Antwort auf diese Frage in diesem Fall interessant, ändert sie sich doch noch in ausreichend kleiner Frequenz. „Königin“, kam es von meinem Gegenüber zurück. Hätte ich mir ja denken können. Darunter tut sie es natürlich nicht. Dass das kein Ausbildungsberuf ist, kann ich ihr ja später noch erklären. Aber mich interessierte die Frage nach dem Warum. „Die können zaubern und tanzen.“ bekam ich als Erklärung. Da muss ich doch mal meine Großmutter befragen, die ist schließlich Experte für Dinge, die sich an europäischen Königshäusern zutragen. Mir persönlich war das neu. Falls mich also jemand demnächst bei Edeka in einer Gala blättern sieht –  das ist reine Recherche…

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