Lebenszeichen fast nach dem Urlaub…

Am Strand

Ich hatte ja zugegebermaßen keine große gar keine Hoffnung in Bezug auf unser Urlaubswetter. Sonnencreme hatte ich mal vorsorglich gleich zuhause gelassen und für jeden 3 kurze Not-T-Shirts gepackt, für den mehr als absolut unwahrscheinlichen Fall, dass sich doch mal die Sonne blicken lassen würde. Es kam, wie es kommen musste – wir mussten die Not-T-Shirts zwischendurch waschen und im ortsansässigen Drogeriemarkt eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor erstehen. Das ist keine Beschwerde sondern ein stilles Jubilieren über die Tatsache, dass der Wetterbericht auch nicht alles weiß, wie der Nestzwerg so treffend festgestellt hat. Und deshalb habe ich nun auch fast ausschließlich Strandfotos anzubieten mit fast ausschließlich sonnigem Hintergrund. Liebes Föhr, wir danken dir für 2 wunderbare Wochen im Strandkorb 101 in der ersten Reihe am Wasser.

Nochmal am Strand

90% der Zeit auf der Insel waren wir im oder zumindest in der unmittelbaren Nähe dieses Strandkorbes zu finden. Der Erstgeborene hat das Krebsfischen mittels Wäscheleine erlernt. Dazu benötigt man einige Meter Wäscheleine, an der unten ein großer Stein für den nötigen Tiefgang befestigt wird. Unmittelbar oberhalb des Steines befindet sich eine Wäscheklammer und nun wird es etwas unappetitlich. In die Wäscheklammer muss man eine ausreichend geöffnete Miesmuschel klemmen. Ohne Miesmuschel leider keine Krebse. Die erste Miesmuschel musste ich noch öffnen. Sie hatte das volle Mitgefühl des Nestzwergs und des Erstgeborenen. Mit einsetzendem Fangerfolg wurde die Stimme des Gewissens leiser und der Erstgeborene griff selbst zum Stein, um den Köder appetitlich anzurichten. Auf die Frage, ob er denn gar kein Mitleid mit den Muscheln habe, antwortete er: „Doch, schon,“ während der Stein hart auf den Miesmuschelpanzer aufschlug.

und schon wieder am Strand

Zugegeben, die Bilder ähneln sich in Motiv und Stimmungslage. Aber glücklicherweise haben wir kaum etwas anderes zu sehen bekommen. Urlaub pur – Lesen, Buddeln, Spielen.

Einen Morgen hatte ich die Gummistiefel und volle Regenmontur an. Leichter Niesel lag in der Luft. Aber ich konnte das Gemaule des Ölzeugs nicht mehr hören. Unter dem mitleidigen Blick der Einheimischen stapfte ich zum Bäcker. Sie konnten ja nicht wissen, dass die allerwichtigeste Aufgabe dieses Aufzugs darin bestand, meinen Schlafanzug zu verbergen. Und nun ist er zu Ende der Urlaub und vermutlich auch der Sommer. Leise und fast unmerklich hat sich der Herbst angeschlichen. Nicht die Anwesenheit von Kälte deutet darauf hin, denn die Luft ist immer noch angenehm mild. Nein, die beständig zunehmende Abwesenheit von Licht macht klar, es ist Zeit Abschied zu nehmen von diesem Sommer. Da er bereits Ende Februar anfing, habe ich ihn anfangs nicht ernst genommen. Und er hat ja auch nicht wirklich eine lange heiße Periode angeboten. Aber alles in allem war er doch ganz ordentlich, zumindest in der Region Hannover, zumindest in unserem Stadtteil. Trotzdem bin ich erst hier im Urlaub so richtig in ihm angekommen und nun ist er schon vorbei. Die Farben der Natur sprechen da eine eindeutige Sprache.

und dann mal woanders

So bin ich wehmütig und möchte noch nicht nach Hause. Möchte ihn noch ein wenig verlängern den Sommer, die schöne Zeit an der See im Strandkorb…

2 Gedanken zu „Lebenszeichen fast nach dem Urlaub…

  1. dania sagt:

    das versteh ich gut, dass du verlängern willst! – ich finde mich langsam entzückt vom herbst. aber bei deinen bildern kommt noch mal so eine gewisse sommer-strand-und-wellen-sehnsucht auf 😉
    lieben gruß
    dania

  2. Elisabeth sagt:

    Schön, dass du wieder da bist ;)))
    Urlaube sind immer Hoffnungsträger auf ewig dauerndes! Aber wenn es so wäre – wäre es doch langweilig oder ??? Ich liebe jede dieser einzelnen Jahreszeiten, wobei ich den Sommer’14 irgendwie verpasst habe! Und ich habe beschlossen, dieser Herbst wird DER Herbst 2014! Und deine Bilder sind ja schon der richtige Einstieg !
    Herzliche Grüsse Elisabeth

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