KinderkunstDienstag am Mittwoch…

Gesammelte Werke

Eigentlich sammelt philuko jeden Dienstag Kinderkunst auf ihrem BLOG. Jeden Dienstag steuern die Künstler unseres Haushalts ein Werk ihres noch so jungen Schaffens bei. Diese Woche ist das anders, denn wie schon vergangenen Dienstag sammelt Julia derzeit gar nicht. Der disziplinierende Charakter der Aktion verwässert sich also bereits und ich zeige die Kinderkunst erst am Mittwoch. Das heißt, heute zeige ich gar nicht eines dieser grandiosen Einzelwerke – grandios zumindest, wenn man sie mit dem liebenden Auge der Mutter betrachtet – sondern nähere mich dem Thema Kinderkunst im Kindergarten mal ganz allgemein.

In unregelmäßigen Abschnitten bringen die Kinder eine Plastiktüte mit aus dem Kindergarten. Wenn man Glück hat, sind keine durch Suppe,  oder durch versäumte, bzw. zu spät eingeleitete Toilettengänge verunreinigte Kleidungsstücke in diesem Sack. Wenn man Pech hat, beherbergt die unschuldig weiße Hülle einen Kubikmeter buntes Papier in mehr oder minder verknüllter Qualität und andere Gegenstände. Diese Woche hatte ich Pech. Folgendes Vorgehen hat sich für diesen Fall in der Vergangenheit bewährt: Sack erstmal im Hauseingang parken, hier signalisiert er deutlich: Man wird sich um mich kümmern. Da liegen lassen, bis der Besitzer des Sacks für einen längeren Zeitraum das Haus verlässt. Dann erst VORSICHTIG öffnen, Inhalt entnehmen und am besten auf einer Unterlage ausbreiten. Material vorsichtig entwirren. Durchatmen. Staubsauger holen. Leider befand sich am Boden ein Werk aus Farbe und aufgeklebtem Sand. Mein Fazit: Sand möchte nicht auf Papier aufgeklebt sein, er strebt eine freiere Lebensform an, wenn es sein muss auch auf dem Küchenboden. Da ist er nicht wählerisch.

Auswahl, die es ins Zimmer schafft

Jetzt entweder Mutterherz abschalten und an das Gemeinwohl der gesamten Familie denken oder langfristig über die Anmietung externen Lagerraums nachdenken. Ich habe mich für Variante 1 entschieden und großzügig aussortiert. Aussortiertes SOFORT ganz unten im Altpapier verstecken. ACHTUNG: nicht in den mehr oder minder durchsichtigen Altpapiersäcken sondern in blickdichten Kartons. Besser wäre vermutlich anzünden, erschien mir jetzt aber doch zu aufwändig. Ich habe gerade einen Karton da. Den Rest gut sichtbar in der Sammel-Schublade für Bilder und andere Kunstwerke platzieren. Schublade vielleicht einen Spalt breit offen stehen lassen. Für den Fall, dass unbequeme Nachfragen aufkommen, ein Stück Schokolade zur Ablenkung bevorraten. Falls es richtig glatt läuft, kann man die Schokolade später auch selber essen… Guten Appetit und eine schöne Woche.

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