Herbst 2015 – Das Netz des Grauens…

Herbstschätze

Der Herbst 2015 hat, was Verbesserungspotential in Punkto Temperatur und Sonnenscheindauer betrifft  – zumindest in der Region Hannover – reichlich Luft nach oben.  Es gab ein paar schöne Tage. Paar im Sinne von sehr vereinzelt, gelegentlich. Von Golden keine Spur. Als golden bezeichnet man ja in der Regel diesen Ton, der Gelb oder Orange ähnelt. Was hier derzeit angeboten wird, nennt man grau – perfekte Krimikulisse also:

Spinnen, die in dieser Jahreszeit vermehrt ihre Netze weben, tun das auch in diesem Jahr. Allerdings müssen sie angesichts der Wetterlage improvisieren und neue Lebensräume erschließen. Ein Exemplar der Gattung ist im Wagen meines Mannes untergekommen. Dort ist es trocken und periodenweise warm. Währenddessen stürzen sich im Garten die Äpfel in den faulenden Tod, weil ihnen das Reifen unter den derzeit herrschenden Witterungsbedingungen zu beschwerlich scheint. Regelmäßige Fahrten des Wagenbesitzers mit Kisten säuerlich duftenden Obstes zum Wertstoffhof sorgen auf diese Weise für einen reich gedeckten Tisch der 8-beinigen Mitfahrerinbewohnerin. Die Myaden an Fruchtfliegen, die ihrerseits die desolaten Äpfel für das herrlichste Plätzchen auf dieser Erde halten, steigen nämlich arglos ebenfalls mit zu und an der ersten Bodenwelle nach Abfahrt endet ihr wildes Apfelpartyleben im Netz der Jägerin. Schnitt.

Zurück zum Herbst. Immerhin kämpfen die Zieräpfel und die Hagebutten wacker mit ihren fröhlichen Rottönen gegen die graue Tristesse vor den Fenstern an. Ein bisschen davon haben wir ins Haus geholt. Echte Krimifans sehen vermutlich ein Blutrot aus der Vase blitzen… Ich sehe eine Chance endlich mal beim Friday-Flowerday von Holunderbluetchen mitzumachen. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße,

Martina

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