Fünf gut frisierte Elefanten in einem roten Nissan Micra

Osterglocke, Narzisse, Frühlingsbote

Jedes Jahr im Frühling ist es an der Zeit, die Kinder mit neuem Schuhwerk auszustatten. Ich habe ihnen zwar streng verboten, weiter zu wachsen, aber sie halten sich einfach nicht daran. Also waren wir auf dem Weg in die Stadt.

Ich hatte vergessen unserer Tochter den Zauberstab wegzunehmen. Also machte sie auf der doch eher öden Autoreise reichlich Gebrauch von selbigem. „Simsabim, hexhex“, das hört sich so harmlos an aus dem Mund einer 3-jährigen. Aber schon kurze Zeit später hatten wir 5 Mitreisende.

Elefanten, wurde mir von der Rückbank mitgeteilt. Ach ja, ein Blick in den Rückspiegel bestätigte es. Ein Gespräch entspann sich über Farbe, Größe und Alter der zusätzlichen Fahrgäste. Ich müsste mal wieder zum Augenarzt, wie sich hierbei herausstellte, denn der vermeintlich karierte Elefant auf der Rückbank war lediglich uni blau gefärbt, wie mir aus dem Fond mitgeteilt wurde. Wir überlegten gemeinsam, ob das nun schlimm sei, dass die Tiere nicht ordnungsgemäß gesichert werden können, weil meine Gurte einfach zu kurz sind.

Das Gespräch verstummte. „Was ist los?“ versuchte ich es wieder in Gang zu bringen, um zu verhindern, dass die kleine Magierin auf der Rückbank womöglich sanft entschlummert. Ich hätte mir keine Sorgen zu machen brauchen. „Ich kämme die Elefanten“, wurde mir von hinten mitgeteilt. Bald hatten wir unser Ziel erreicht, ich löste schnell einen Parkschein, während unsere Tochter den Dickhäutern erklärte, dass sie besser im Auto blieben.

Und das, wo sie doch jetzt so gut frisiert waren…

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