Mein Kalender fragt…

Erdbeeren konservieren mit Farbe

… „Kommt es dir so vor, als wäre das Gras des Nachbarn immer grüner?“

In der Tat, mein lieber Kalender, ist das Gras unseres Nachbarn wesentlich grüner als das unsere. IMMER. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass das nachbarliche Grün dreimal wöchentlich geschnitten, regelmäßig gedüngt und täglich von Hand gewässert wird. Unter liebevollem Blick wird dann in den frühen Abendstunden jeder Quadratzentimeter mit frisch gezapftem Nass getränkt.

Davon kann unsere Wiese 95% des Jahres nur träumen. Schnitt, Nahrung in Form von Dünger und Wasser kommen nach Gutdünken der Gartenbesitzer eher mäßig und ohne Regel. Aufmerksamkeit wird der Grünfläche nur zuteil, wenn Dinge des Haushalts in ihr verloren gegangen scheinen.

Dafür sind unsere Erdbeeren IMMER röter als die des Nachbarn. Der hat nämlich keinen Obst- und Gemüsegarten. Deshalb ist er auf Spenden von unserer Seite des Zauns angewiesen. Jetzt ist es wieder soweit: Erdbeermarmeladenzeit.

Erdbeeren konservieren mit Zucker

Und so kommt das Rasengrün diesseits des Zauns nur in unserer Urlaubszeit in den Genuss der nachbarlichen Obhut. Nach dem Urlaub mault er dann eine Weile rum und fügt sich letztendlich in die mangelbehaftete  Aufmerksamkeit. Falls irgendjemand mit einem Rezept für Grasmarmelade aufwarten kann,  die als Brotaufstrich dem Gaumen schmeichelt, dann würde er oder sie eine mittelgroße Rasenfläche sicher sehr glücklich machen.

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Das Eldorado für ……… liegt in Hannover …

Suchbild des Monats Mai

Bitte ergänzt den obigen Satz um das gesuchte Wort und die ganze Fülle des Grauens wird sich euch schlagartig erschließen. Für alle, die keine Ahnung haben, folgt hier eine kleine Hilfe:

Eldorado für ....

Na, ahnt ihr es? Die mittelbeliebten Gartenbewohner scheinen sich hier pudelwohl zu fühlen. Und betrachtet man die Aufnahmen des folgenden Fotos, dann scheint das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht:

SchneckenInvasion

Falls man Wikipedia glauben darf, dann dürfen wir uns in 4 bis 6 Wochen über einen Neuzugang von ca. 40 bis 60 Babyschnecken freuen. Etwas weiter unten im Artikel, wird uns wieder Mut gemacht: nur ca. 5 von Hundert Jungtieren erreichen die Geschlechtsreife. Nachdem wir bereits am vergangenen Wochenende ein ähnliches Pärchen beobachtet haben, können wir also von einer Neupopulation von ca. 6 Schnecken ausgehen. Für eine Schneckenzucht eindeutig zu wenig, für den Garten möglicherweise zu viel. Ich denke über Umsiedlungsschritte nach. Das Projekt muss natürlich streng geheim bleiben. Sollte der Nestzwerg Wind davon bekommen, wird mich wochenlang ein strafender Blick umfangen, der sicher mit mahnenden Worten von Familientragödien, Vertreibung und dem Recht auf freie Wahl des Lebensraumes einhergeht. Ich werde berichten, wie ich mich entschieden habe …

Die Nacht als der Regen kam …

Akelei

… war in Hannover die vergangene. Das Jauchzen des Gartens hat uns glücklicherweise nicht die ganze Nacht wach gehalten. Nachdem wir am Wochenende den Rasen mächtig durchgebürstet und mit neuem Saatgut bestückt haben, kam der Regen wie bestellt. Hoffen wir nun, dass das räudige Feld unter den Bäumen, bald in neuer grüner Pracht erstrahlt. Zuletzt hatte das Moos eindeutig die Vorherrschaft über unsere Grünflächen übernommen, fluffig, weich unter den Füßen, fies fluffig im Rasenmäher. Bisher hat die neue Feuchtigkeit allerdings noch keine Halme, sondern nur mittelbeliebte Gartenbewohner aus der Deckung geholt:

Hausbewohner

Mittelbeliebt errechnet sich folgendermaßen:
Bei 2 Hausbewohnern sehr beliebt – „Oh, wie süß. Können wir die behalten?“
Bei 2 Hausbewohnern eher unbeliebt – „Wo ist eigentlich das Basilikum hin?, Wer hat den Kohlrabi abgefressen?“