Aus der Nähe betrachtet…

SwimmingPoolchen

Im Winter denke ich oft wehmütig an den Sommer. Ausnehmend häufig morgens, wenn wir zu dritt pünktlich und angemessen gekleidet das Haus verlassen müssen. Ach, seufze ich dann und denke an leicht bekleidete Kinder, die nur in einem T-Shirt und einer Hose fröhlich das Haus verlassen.

Summertime and the living is easy… Ist er dann da der Sommer, stelle ich Jahr für Jahr (diese Verdrängungsfähigkeit ist schon bedenklich) ernüchtert fest, dass dieses rosige Bild durch eine extreme Unschärfe der Betrachtung aufgrund größerer Entfernung entstanden sein muss. Es stimmt schon. Auf das Suchen von Schal, Mütze und Handschuhen in 3-facher Ausführung kann verzichtet werden, dafür sucht man Sonnenhüte. Der Radius der abzusuchenden Fläche dehnt sich um das mindestens 3-fache auf Garten, Garage und Gartenhaus aus, von Nachbargärten ganz zu schweigen. Nur mit T-Shirt und Hose bekleidete Kinder müssen großflächig mit Sonnenschutzmittel becremt werden. Auch so eine Tatsache, die mir anscheinend sofort entfällt, sobald die Sonne wieder einige Zentimeter tiefer steht. Das ist bei unserem jüngsten Familienmitglied (weiblich) kein Problem, dem Erstgeborenen hingegen (männlich) muss man jeden Quadratmillimeter Haut, der mit der Lotion in Verbindung kommen darf, mühsam abringen.

Außerdem muss das Planschbecken befüllt, der Gartenschlauch umgesteckt und die Hose, die regelmäßig mit dem dreckigen Gartenschlauch Kontakt aufnimmt, gereinigt werden. Unser Gartenschlauch scheint jede meiner Hosen gleich gerne zu mögen. Die Kontaktaufnahme erfolgt mit einer 95%-Chance.

Wir verlassen also nach wie vor das Haus morgens auf den letzten Drücker, nur bin ich deutlich verschwitzter als im Winter…

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