FrühlingsMailArt 2017 mit Radieschen…

Bereit zur Abreise

Beim MailArt-Projekt des diesjährigen Frühlings war ein Minibüchlein zur aktuellen Jahreszeit in Kleinserie à 10 Stück anzufertigen. Die Radieschen haben sich beim Ideenschaulaufen gnadenlos in die erste Reihe gedrängelt und es dann zusammen mit der Kresse ins Ideenfinale geschafft. Nach diversen Versuchen mit Buntstiften, Stempeln aus Linoleum und Aquarellfarbe, hat letztgenannte das Rennen gemacht.

Radieschen pflanzen

Das Buch Büchlein besteht aus  drei Teilen:

  1. Seiten mit Saattipps, Rezept und einer Anleitung für den hinteren Teil
  2. 2 Tütchen mit Radieschen- und Kressesamen
  3. Schnittteilen für ein Frühlingsmobilee, um die Wartezeit bis zur Reife der Aussaat zu überbrücken.

Montage 1

Der Außenkarton ist mit grün bemaltem – äußerst bockigem – Aquarellpapier bezogen. Alle Radieschen und sonstigen Illustrationen habe ich von Hand gemalt, eingescannt und vervielfältigt. Beim Ausschneiden der Mobileepflanzen, -tropfen, -sonne und -Gießkanne hat mir der Schneidplotter freundlich ausgeholfen.

Montage 2

Nun werde ich 9 der 10 Büchlein auf die Reise schicken und hoffen, dass sie wohlbehalten bei ihren neuen Besitzerinnen ankommen. Hoffentlich mögt ihr Radieschen.

Fertig zur Abreise

Nach den Osterferien zeige ich dann an dieser Stelle, welche Kunstwerke mich bereits in den letzten Wochen erreicht haben. Wunderschön, völlig unterschiedlich und frühlingsfrisch.

Aussaat gießen

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Auftragsbeitrag – oder frohe Ostern…

PapierHasenBande

„Mama, kannst du mal wieder was von mir zeigen – da im Internet, wo du immer die Bilder zeigst?“

„Äh, ja klar. Mache ich. Was denn?“

„Such mal selber was aus.“

Prima… Welches Bild des 10 cm hohen Stapels der jüngsten Vergangenheit zuerst zeigen? Und das ist nur die strenge Auswahl der besten Ideen. Ich habe mich für ein thematisch passendes Werk entschieden, dass aus verschiedenen Materialien, unter anderem Blattwerk aus unserem Garten entstanden ist:

KInderOsterKunst

Die äußere Leichtigkeit täuscht. Neben Schal, Gummistiefeln und Regenschirm trägt Frau Hase extremst kälteabweisende Lambswoolunterwäsche unterm Blattgrün. Verwendet wurde weißer Karton, Filzstift, WashiTape in blau und rot, Blattwerk vom Rhododendron, Lambswoolwolle und 2 Stricknadeln in Größe 1.

Habt schöne Ostertage und warme Unterwäsche.

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Der Frühling war hier – aber nur kurz…

Zarte erste Spitzen

… und dann musste er auch schon wieder los und hat als Vertretung seinen älteren Bruder den Spätwinter geschickt. Ich möchte jetzt nicht unhöflich erscheinen, aber ich will den hier nicht haben.

Wir geben uns die größte Mühe, um ihm das klar zu machen. Heute waren der Erstgeborene und ich ein Eis essen, ein großes Eis, ein sehr großes Eis – also für jeden von uns. Irgendwo musste der Verkäufer ja hin mit seinem Eis in dem großen leeren Lokal mit zwei Gästen. Die Mützen, Schals und Handschuhe aus dicker Wolle habe ich gewaschen und zum Trocknen nach draußen gestellt. Alle Winterstiefel sind geputzt und in den dunklen Tiefen des Kellers in den Kartons verstaut.

Aber wenn ich mir die Wetterprognose für die kommenden Tage so anschaue, fürchte ich, der Typ ist von der begriffsstutzigen, dickfelligen Sorte.

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Hält mein Wandkalender mich für unhöflich …

Wandkalender 2017

Ich habe in diesem Jahr einen Wandkalender, der mir jeden Tag eine Frage stellt. Er fragt so Sachen wie: „Welches Lied macht dir immer gute Laune?“, „Welche übernatürlichen Kräfte hättest du gern?“ oder „Hast du heute schon in die Wolken geschaut?“ Ich habe sie ihm relativ regelmäßig beantwortet oder es zumindest versucht. Ich wähnte unsere Beziehung in bester Ordnung. Er fragt ich antworte – bis heute.

Heute fragt er nun: „SPRICHST DU MIT GEGENSTÄNDEN?“ Das wirft für mich zwei Fragen auf:

Hält er mich für unhöflich? Ich halte es für selbstverständlich, dass, wenn er mir Fragen stellt, ich ihm zumindest antworte.

Hat er mir die ganze Zeit über nicht zugehört? Oder mich nicht verstanden? Welche Sprache spricht denn wohl so ein Kalender, wenn nicht die, in der er seine Fragen formuliert?

Jetzt bin ich ratlos. Reden wir seit Beginn des Jahres aneinander vorbei? Vielleicht beantwortet er nun zur Abwechslung mal meine Fragen. Mal sehen wie es dann weitergehen kann mit uns zweien. Vielleicht sollte er sich derweil mit unserem Mülleimer unterhalten.

In der Zwischenzeit werde ich jetzt eines meiner 100 Lieblingslieder anmachen und in die reichlich vorhandenen Wolken schauen, in der Hoffnung eine Lücke zu finden, durch die sich ein paar Sonnenstrahlen quetschen. Es dürfen auch gerne mehr als ein paar sein. Und dann werde ich weiter an meiner übernatürlichen Kraft arbeiten müssen, die es mir ermöglicht mit Gegenständen auf eine Art und Weise zu sprechen, dass diese mich verstehen.

Ich wünsche allen ein wunderbares Wochenende, die mottenkönigin

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