Gespräch

Als ich heute Morgen …

… den Mülleimer von der Küchenaußenfensterbank nehme, sieht er verschnupft aus.

Ich: „Was hast du denn? Hattest du eine schlechte Nacht?“

Mülleimer: „Was glaubst du denn? Meinst du es ist lustig, hier draußen auf der Fensterbank zu stehen?“

Ich: „Keine Ahnung. Ich habe noch nie auf der Küchenaußenfensterbank die Nacht verbracht. Du passt da doch prima hin, mir wäre es zu schmal.

Mülleimer: „Ja, ja, vielleicht mal ein bisschen weniger Schokolade…“ Weiterlesen

Bi uns het dat Moin

… im Augenblick zumindest – Moin …

Ich habe es gewagt, in diesem Sommer dieser sommerähnlichen Jahreszeit ohne eigenes Kopfkissen in den Urlaub zu fahren. Belohnt wurde ich mit einem baiserartigen, virtuellen Gegenstand, der von Weitem einem Kopfkissen verdammt ähnlich sah. Als am Abend der Anreise mein Kopf aufs „Kissen“ sank, war zwischen ihm und der Matratze von einer Sekunde auf die andere noch ein Aufbau von maximal 10 mm: 2 mm Bezughöhe, der Rest ein Rätsel. Ich hatte von der Existenz eines derartigen Materials bisher keine Ahnung. Das 80 x 80 cm große Stofftuch lässt sich problemlos auf Briefmarkengröße zusammenfalten, ohne nennenswerten Höhenaufbau zu liefern. Da das Bett unter einer Dachschrägen platziert wurde, ist Lesen im Liegen eine sehr unbequeme Angelegenheit. Weiterlesen

Geschenke für besondere Berufsgruppen

Wie gut, dass ich nicht Lehrerin geworden bin…

Gedanken zu Geschenken – für Lehrer

… denn dafür wäre unser Haus [das Gebäude oben auf dem Bild ist NICHT unser Haus] definitv zu klein. Jede Grundschullehrerin benötigt ein mindestens 10 m² großes Extrazimmer mit Hochregalen, um all die Abschieds- und Jubiläumsgeschenke, die sich im Laufe eines Lehrerlebens ansammeln, sicher zu verwahren… Oder? Wohin stellen die Beschenkten denn all die selbst gestalteten Bücher, Schalen, Skulpturen und Werke, die ihnen allerspätestens am Schuljahresende einer von ihnen begleiteten 4. Klasse so sicher zufließen, wie unserem Wäschekorb die schmutzigen Socken. Und vermutlich einen ähnlichen Status in deren Haushalt haben. Mir ginge das jedenfalls so. Natürlich machen Abschiede auch immer ein bisschen wehmütig und eine Geste der Wertschätzung an eine scheidende Klassenlehrerin halte ich persönlich für absolut angemessen, aber muss es immer gleich etwas für die Ewigkeit Geschaffenes sein? Gingen nicht auch Dinge, die sich aufbrauchen, naturgegeben eine begrenzten Lebensdauer haben oder wenigstens winzig klein sind?

Wie komme ich bloß auf dieses Thema? Ja, wie wohl. Beim Erstgeborenen steht der Wechsel auf die weiterführende Schule an. Vielleicht hat ja jemand von euch eine bahnbrechende Idee, wie das Dilemma zu lösen ist und ist auch noch bereit, diese mit mir zu teilen. Ich wäre begeistert. Es eilt ein wenig – die Ferien in Niedersachsen beginnen dieses Jahr sehr früh.

Herzliche und hoffnungsvolle Grüße, Martina

Reiseerinnerungen bewahren

Heute vorerst das letzte …

… Reisetagebuch – also gezeigtes.

Reiseschatzbewahrer Wangerooge

Die Beschenkten wollen nach Wangerooge im Sommer. Ich drücke fest die Daumen, für bestes Reise-, Bade-, Eis- und Erholungswetter. Die Urlaubserinnerungen können sicher im neuen Reisetagebuch verwahrt werden. Zahlreiche Taschen und Täschchen warten auf Schnipsel, Karten, gepresste Blumen, Limoetiketten, Speisekartenauszüge, Strandsand, schlanke Fundstücke und, und, und…

Wangerooge_taschen

Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, das Meeresrauschen, den Salzgeruch der Luft und das Kreischen der Möwen zu sammeln – zum Immer-wieder-dran-riechen und Lauschen. Ich werde darüber nachdenken und mich derweil dem vom Nestzwerg so dringend angemahnten Freundebuch widmen. Habt eine schöne neue Woche. Herzliche Grüße, Martina